| Ort |
Merlachfeld 160-174 3280 Murten |
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| Bauherrschaft |
| Wohnwerk AG, Murten |
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| Architektur |
awerk architekten ag, Murten; Bearbeitung: Jann Fahrni |
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| Architekt |
| FH/ fsai und Natalie Wyss HBZ |
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| Bauingenieur |
| Ingenieurbüro Dr.Hp.Kaiser, Freiburg |
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| Holzbau |
Hector Egger Holzbau AG, Langenthal, und Mosimann Holzbau AG, Köniz |
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| U- Werte Bauteile |
Aussenwände 0,19W/m²K, Flachdach begrünt 0,16W/m²K und unbegrünt 0,18W/m²K, Boden EG gegen unbeheizt 0,15W/m²K, Innenwand UG gegen unbeheizt 0,28W/m²K, Brandmauer 0,16W/m²K, Decke OG/DG 0,15W/m²K, Fenster 1,0W/m²K, Aussentüren 1,1W/m²K |
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| Energiebezugsfläche |
| 1506 m² |
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| Heizwärmebedarf |
| 117–141MJ/m² |
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| Baukosten BKP2 |
| CHF 3,89Mio. davon BKP 214 CHF 1,1Mio. |
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| Grundstücksfläche SIA 416 |
| 2378m² |
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| Geschossfläche SIA 416 |
| 1388m² |
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| Gebäudevolumen SIA 416 |
| 6721m³ |
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| Kubikmeterpreis SIA 416 (BKP2) |
| CHF 578.– |
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| Bauzeit |
| Februar–September 2006 |
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| Fotografin |
| Corinne Cuendet, Clarens |
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| Quelle |
| Lignum Holbulletin 88/2008 «Energieeffizinete Wohnbauten» |
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Die Gemeinde Murten hegte die Absicht, an zentralem Ort ein neues Quartier zu erstellen. Gemäss Quartierplan waren verschiedene Baufelder vom individuellen Einfamilienhaus bis zu Mehrfamilienhäusern möglich. Eine Menge Anfragen beim Architekturbüro von Familien, die kostengünstiges Wohneigentum mit Hauscharakt ersuchten, führte zum Erwerb einer entsprechenden Parzelle auf dem Merlachfeld.
Die Grundidee zur Bebauung der Parzelle bestand darin, einen verdichteten Haustyp mit möglichst viel Individualität und Flexibilität in der Wohnnutzung zu kreieren. Jedes Haus sollte auch eine grosse Privatheit im Aussenraum bieten, wobei den Übergängen von öffentlich zu privat viel Beachtung geschenkt wurde. Trotz der gewünschten Selbstidentifikation der Bewohner mit ihrer Wohneinheit wurde auch angestrebt, den Baukörper als Einheit lesbar zu gestalten. Entstanden ist eine Reihenhauszeile mit sechs Mittel und zwei Eckhaustypen. Durch die übergeordnete Struktur mit additiven wie auch repetitiven Hauselementen ist die Wohnzeile als Gesamtkörper gut lesbar. Die einzelnen Haustypen haben eine grosszügige Breite von fast 7m und sind zweiseitig Richtung Nordost und Südwest orientiert. Entsprechend sind private Aussenräume als Eingangshof und Gartenhof zugeordnet, die auch den Übergangsbereich öffentlich–privat gliedern. Die innere und die äussere Struktur sind so entworfen, dass im gegebenen Rahmen eine möglichst grosse Nutzungsflexibilität realisierbar war. So wurden die privaten Aussenräume mit Sichtbetonmauern einerseits gegliedert, andererseits Zonen geschaffen, die mit Pergola, Gartenhaus oder ähnlichem individuell gestaltet werden können. Der übergeordnete Rahmen mit den Sichtbetonelementen schafft die gewünschte Einheit für die möglichen Füllelemente. Jedes Haus gliedert sich in ein Untergeschoss, ein Erd- und Obergeschoss sowie ein Attikageschoss und wurde als Schnittlösung entworfen. Ein zentraler Erschliessungskern mit Leitungsführung (Wasser, Komfortlüftung usw.) und die zentrale Treppe mit Galerie ermöglichen eine natürliche Belichtung des Hauszentrums vom Attikageschoss her, wo durch eine grosse Transparenz und Erlebbarkeit des vertikalen Raumgefüges entsteht. Das Konzept mit dem zentralen Erschliessungskern ermöglicht zudem, die Individual-respektive Wohnräume auf jedem Geschoss, aber auch auf jeder Fassadenseite anzuordnen. So können die sechs Mittelhaustypen flexibel mit 5½ bis 6½ Zimmern genutzt werden, die zwei grösser dimensionierten Eckhaustypen mit 5½ bis 7½ Zimmern. Durch die Schnittlösung und ihre Gliederung werden vor Einblicken geschützte Aussenräume geschaffen. Im Erdgeschoss entstand durch das auskragende Obergeschoss ein gedeckter Gartensitzplatz, im Attikageschoss durch die Gliederung der Gebäudevolumen eine intime Sonnenterrasse mit Weitsicht. Dank der Schnittlösung, die auch die Vorgaben des Baureglements zu optimieren versuchte, konnten Zimmer mit grosszügigen Raumhöhen realisiert werden. Die mit dem Minergielabel zertifizierten Häuser verfügen neben der hochdämmenden Gebäudehülle übereine Be-und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung. Die minimal zusätzlich erforderliche Wärme wird pro Haus mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe gewonnen und über eine selbstregulierende Niedertemperaturbodenheizung verteilt, wobei das Verteilsystem auch der Sommerkühlung dient. Die Holzrahmenbauweise kam zum Einsatz, weil mit schlanken Bauteilen und entsprechend geringer Raumbeanspruchung trotzdem hochwärmegedämmte Wand- und Dachelemente entstanden. Zudem erlaubte die Vorfabrikation der Holzbauelemente während des Baus des massiven Untergeschosses die komplette Montage innerhalb von nur gerade vier Wochen bei hoher Ausführungsqualität.