Powerpanel HD, H2O und TE
Platteneigenschaften
Das Powerpanel ist eine zementgebundene, glasfaserbewehrte Sandwichplatte mit Leichtzuschlagstoffen, die direkt als Putzträgerplatte für den Aussenbereich einsetzbar sind.
Die Panels besitzen eine zementgraue Farbe. Ihre Kanten zeigen deutlich die Sandwichstruktur mit dem dunkelbraunen Leichtzuschlagstoff in der Mittelschicht.Die Oberfläche des Panels ist auf der einen Seite schalungsglatt, während die andere Seite leicht gewellt bzw. zur Einhaltung garantierter Dickentoleranzen angeschliffen ist. Aufgrund der geringen Rohdichte der Leichtzuschlagstoffe Blähton- und Recycling-Glasschaumgranulat besitzt das Powerpanel ein relativ niedriges Gewicht. Trotzdem weist es eine hohe Druck- und Biegezusteifigkeit auf, die durch Kombination des Glasschaumgranulats als Zuschlagstoff und einer Glasfaserbewehrung in den beiden Deckschichten erreicht wird. Um eine kapillare Wasseraufnahme des Panels zu verhindern, gleichzeitig aber seine Wasserdampfdurchlässigkeit zu erhalten, wird es bereits bei der Herstellung mit einer Deckschicht-Volumenhydrophobierung versehen. Bei diesem Vorgang legt sich das Hydrophobierungsmittel als hauchdünne Schicht auf die Porenwandungen, die durch das Zuschlagstoffgefüge im Panel vorhanden sind, und erzeugt so eine dauerhaft Wasser abweisende Wirkung. Die Materialzusammensetzung der Powerpanel ist mineralisch, es enthält also keine brennbaren Bestandteile. Damit erzielt das Panel eine Einstufung in die Baustoffklasse A1 nach DIN 4102 (6.3 nach VKF).

Gesundheit, Ökologie
Die Bearbeitung von Powerpanel - Sägen, Bohren usw. - gilt als gesundheitlich unbedenklich, da die verwendeten bauaufsichtlich zugelassenen Glasfasern in Ihrer Dicke von ca. 15 µm weit über den nach TRGS 500 eingestuften Mineralfasern mit einer kritischen Stärke von = 3 µm liegen. Das Glasschaumgranulat der Deckschichten wird vollständig aus Recyclingglas gewonnen. Die Platten sind als mineralischer Baustoff voll wieder verwertbar. Über entsprechende Baustoffrecyclinganlagen sind sie dem Wertstoffkreislauf als Zuschlagstoff wieder zuführbar. Bei Nichtvorhandensein derartiger Anlagen ist auch eine Ablagerung auf Deponien als normaler Bauschutt (EAK-Schlüssel 170101 - Beton) zulässig. Das Institut für Baubiologie hat Powerpanel und deren Herstellverfahren im Hinblick auf gesundes Wohnen und Umweltschutz geprüft. Aufgrund der ausgezeichneten Prüfergebnisse des Powerpanels wurde das Prüfsiegel "Geprüft und empfohlen vom IBR" verliehen.

Herstellung
Die Herstellung der Powerpanel erfolgt in einem komplett automatisierten Fertigungsprozess. Am Anfang der Fertigungslinie werden die einzelnen Schichten der Sandwichplatte mit Hilfe eines Gieß- und Spritzverfahrens in die vorbereiteten Formen eingebracht. Dabei wird zunächst die untere Deckschichtlage aufgespritzt. Über eine Dosierstation wird darauf die mit Blähtongranulat versehene Mittelschicht geschüttet, gleichmäßig verteilt und glatt abgezogen. Die obere Decklage wird auf einen Folienträger aufgepritzt und frisch in frisch auf die bereits vorhandenen Schichten aufgetragen. Durch diese Folie wird die bereits angesprochene einseitig leicht wellige Plattenoberfläche hervorgerufen. Die Deckschichten des Panels werden mit bauaufsichtlich zugelassenen alkaliresistenten Glasfasern bewehrt, die eine Länge von ca. 50 mm besitzen. Nach dem Verfestigen bzw. Erhärten des Panels erfolgt das Entfernen der Folie und das Ausschalen aus den Formen. Anschließend werden die Platten einer technischen Trocknung zugeführt. Am Ende der Fertigungslinie erhält das Panel durch die Längs- und Querbesäumung ihre Standardabmessung, wird palettiert und kann nach Ablauf einer Reifezeit der Verpackung, der Konfektionierung und dem Versand zugeführt werden.





