Reihenhäuser Heckenweg, Zollikofen

Ort Heckenweg, 3052 Zollikofen
Bauherrschaft TU Luginbühl, Bern
Architekten Daniela Luginbühl, Bern und Gregor Luginbühl, Bern
Ingenieur Holzbau Urs Christian Luginbühl, Biel
Bauingenieur Werner Horisberger AG, Bern
Holzbau Mosimann Holzbau AG, Köniz
Holzarten Konstruktionsholz: BSH 29 m³, GFP-Schichtplatten 137 m³, Schnittholz 39 m³; Platten: OSB 12 mm 250 m², Sperrhölzer 83 m², Massivholzplatten ein-, drei- und fünfschichtig 1064 m², Holzschalungen 354 m².
Gebäudedekubatur SIA 116 4400 m³
Kubikmeterpreis SIA 116 (BKP 2) CHF 565.-/m³
Geschossfläche BGF 1748 m²
Bauzeit 6 Monate
Baujahr 2000
Quelle: Lignum Holzbulletin, 68 / 2003; Gemeinschaftliches Wohnen

Auf einer Parzelle von 2160 m3 Grundfläche in einem älteren Einfamilienhausquartier in Zollikofen wurde dank Anhebung der Ausnützungsziffer verdichtetes Bauen und somit die Anordnung von sechs 5 1/2-Zimmer-Häusern sowie eines 3 1/2-Zimmer-Hauses ermöglicht. Unter Inanspruchnahme der Ausnahmebestimmungen einer Arealüberbauung des Kantons Bern wurden die Wohneinheiten in einer Reihe geplant, unterbrochen nur von einem gedeckten Durchgang. Im Sinne einer optimalen Einfügung des neuartigen Baukörpers ins Quartier wurde konsequent auf das Attikageschoss verzichtet, so dass ein zwar langer, aber niedriger Bau mit Keller-, Wohn- und Schlafgeschoss resultierte.

Die Häuser verfügen bei einer Ost-West-Orientierung über eine Tiefe von 12,3 Meter und ein Achsmass von 6,1 Meter. Die Fassaden- und die Brandwände sind in Rahmenbauweise ausgeführt, beplankt mit Gipsfaserplatten (respektive Dreischichtplatten) auf der Innenseite und mit Holzfaserplatten auf der Aussenseite zusätzlich gedämmt. Die hinterlüftete Fassade besteht aus Dreischichtplatten aus Lärchenholz. Die Decken sind parallel zu den Brandwänden als Dreifeldträger konzipiert. Sie bestehen aus 120 mm hohen, verleimten Massivholzplatten. Im Dach kamen grossformatige Dreischichtplatten zum Einsatz. Ebenfalls als Dreifeldträger ausgeführt, haben sie eine Höhe von 100 mm.
Aufgrund der massiven Holzbauweise ergaben sich grosse Vorteile in der Raumaufteilung der Häuser. So waren im Wohngeschoss die einzigen Vorgaben die Treppe und die Toilette. Der Standort der Küche wurde von den Eigentümern definiert. Im Obergeschoss sind die Schlafzimmer und das Bad angeordnet. Mit Schiebetüren oder durch das Weglassen der nichttragenden Trennwand können die benachbarten Zimmer zusammengelegt werden.
Die Häuser sind ostseitig via Fussweg über einen Eingangshof erschlossen. Westseitig ist eine zweigeschossige Balkonzone vorgelagert, die sich mittels Sonnenstoren gegen die anschliessende halbprivate Grünfläche abschirmen lässt. Mit dem Verzicht auf das Abparziellieren des Gartenteils entstand ein grosszügiger, durchgrünter Aussenraum, was im speziellen den Kindern zugute kommt. Auto- und Velounterstände begrenzen den Grünraum auf der Nordseite des Grundstückes.