Wohnüberbauung Ziegelwies, Altendorf

Ort Ziegelwies Altendorf, Im Seehof 2-10, 8853 Altendorf
Bauherrschaft Erbengemeinschaft Weber, Altendorf
Heinr. Hatt-Haller AG, Zürich
Architekten Marianne Burkhalter und Christian Sumi, Zürich; Ivo Bertolo, Claudia Murer, Ina Hesselmann
Ingenieur Holzbau Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See
Bauingenieur K. Bischofberger Ingenieurbüro AG, Lachen
Holzbau Heinr. Hatt-Haller AG, Zürich
Gebäudedekubatur SIA 116 8366 m³ (EFH 1375 m³, 3FH 1873 m³ 3xDFH 1706 m³)
Geschossfläche BGF 1863 m² (EFH 247 m², 3FH 404 m², 3xDFH 404 m²)
Erstellungskosten (BKP 2-5) CHF 5,7 Mio.
Baujahr 1999-2003
Quelle Lignum Holzbulletin, 68 / 2003; Gemeinschaftliches Wohnen

Direkt am Ufer des Zürichsees liegt die Wohnüberbauung Ziegelwies. Zwei grosse und ein kleines Einfamilienhaus, ein vertikal unterteiltes Doppelhaus und ein Dreifamilienhaus mit jeweils einer Etagen- und zwei Maisonette-Wohnungen sind mit grosser Nähe, jedoch respektvoll im länglichen, tiefen Grundstück angeordnet. So entstanden einerseits Wohneinheiten für die vier Besitzerinnen des Grundstückes, andererseits verkäufliche Einheiten für ein weiteres Zielpublikum.

Neben der schönen Aussicht auf den See bietet die Gemeinde Altendorf auch einen tiefen Steuerfuss. Die baulichen Folgen der daraus entstandenen Entwicklung vom Dorf zur Agglomerationsgemeinde haben die Landschaft hart in Mitleidenschaft gezogen. Die sensible Eingliederung in diese Umgebung und der Wunsch, auch den in der dritten Reihe stehenden Einheiten eine schöne Aussicht zu bieten, stellten eine grosse Herausforderung dar.
Zwischen den fünf Häusern unterschiedlichster Höhe, deren Grundriss jeweils auf einem Quadrat von zwölf Meter Seitenlänge basiert, eröffnet sich heute immer wieder unerwartete Durchblicke auf den See. Trotz ihrer zum Teil beachtlichen Grösse wirken die Bauten nicht wuchtig. Im Gegenteil, die grün gestrichenen Holzfassaden mit den raumhohen, in rötlichen Rahmen gefassten Fenstern und die rund um die Häuser verlaufenden, holzbeplankten Terassen lassen eher an zierliche Boots- oder Strandhäuser denken.
Trotz verschiedener Wohnnutzungen unterscheiden sich die Häuser äusserlich und in ihrer Konstruktion nur wenig. Die Architekten haben die Flexibilität der Holzrahmenbauweise und der Balkenlagen in konstruktiver und gestalterischer Weise zu nutzen gewusst und die gewünschte funktionale Vielfalt mit einem übergreifenden, anpassungsfähigen Gestaltungskonzept vereinbart.